Viele Nachbarschaftsgesetze der Bundesländer enthalten Regelungen dazu, ob und in welchem Umfang ein Bauherr die Grundstücksgrenze überschreiten darf, wenn sein Gebäude an der Grenze steht und er auf die Fassade eine Wärmedämmung aufbringt. Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 02.06.2017 folgendes klargestellt: Die Grenzüberschreitung ist nur dann vom Nachbarn zu dulden, wenn das Gebäude bereits vorhanden war, als die Vorschriften zum Wärmeschutz (EnEV) in Kraft getreten sind. Wenn ein Eigentümer bei der Errichtung seines Gebäudes die bereits bestehenden Wärmeschutzvorschriften pflichtwidrig nicht berücksichtigt hat, besteht nachträglich keine Duldungspflicht des Nachbarn für die Grenzüberschreitung.

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